4 Tage Sava Bohinjka

Nun, 12 Jahre ist es her, dass ich der Sava den letzten Besuch abstattete. Damals war ich mit drei weiteren Fischerkollegen aus Linz und Salzburg dort. Das Wasser war hoch und kalt und es waren nach einem Streit zwischen dem Fischereiverein Bohinjska Bistrica und dem Zavod za Ribistvo nur mehr ca. 10% der üblichen Bestandsdichte vorhanden. (Weil der örtliche Verein mit dem Staatlichen Zavod den Erlös aus den verkauften Tageskarten nicht teilen wollte, hat der Zavod damals um 20,- DM / Tag Lizenzen an jedermann verkauft, mit allen! Fangmethoden)

Das Revier ist schon lange geteilt worden und weil der Staatliche Zavod immer Geld braucht, verlangen diese für die unterhalb angrenzende Strecke € 59,- / Tag anstatt € 42,- welche der örtliche Verein verlangt…

Soweit zur Vorgeschichte. Weitere Details nur von mir persönlich.

Logiert habe ich diesmal nicht in Bohinjska Bistrica, sonder in Ucanc, am Ende des Bohinjsko Jezero (Wocheiner See – der gehörte mal zu Österreich!!) in der Pension Stare. Ein herrlich ruhiges Plätzchen und jeden Tag fährst Du 2x über den Zulauf zum See, die Savinja – ein „Reservat“, wo wirklich niemand fischen darf – ein smaragdgrüner Traum!

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Der Ursprung der Sava Bohinjka bildet der Ausfluss des Sees bei der Brücke in Ribcev Laz. Gleich unterhalb mündet von links die Mostnica in die Sava (Tageskartenpreis für ca. 1,5 km € 100,- , es sollen hier die großen Laichäschen hineinziehen) Mir ist das zu teuer, so groß können die Äschen gar nicht sein, dass ich mich so abzocken lasse!!

Hier eine Panoramakarte :

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Die Brücke mit dem Auslauf:

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Unterhalb dem Dorf Polarje ist der bekannte Riesengumpen mit Parkplatz gleich daneben, welche alle Fischer wie ein Magnet anzieht – kein Wunder – schwimmen doch sicher an die 100 Forellen und Äschen, sowie einige dicke Aitel und ein ca. 90 cm langer Huchen darin herum. Durch den Befischungsdruck sind diese jedoch einigermaßen scheu und nicht so leicht zu fangen.

Eine 42 er Regenbogen hat es dann 30m oberhalb doch erwischt:

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Hier der Gumpen:

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Wenn man bei der Ortseinfahrt von Savinja gleich links abbiegt, kommt man an eine Holzbrücke mit tollen Äschenzügen ober- und unterhalb. Im glatten Zug oberhalb ist für die größeren Äschen ein 12er Vorfach schon fast zu dick. Sie stupsen die Fliege einmal an und das war`s dann auch schon. Die kleineren Exemplare sind da schon leichter zu fangen…

Hier die Brücke in Savinja:

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100 m unterhalb habe ich dann noch eine 45er Äsche nach 3-4 minütigem Drill verloren.

Wenn man am linken Ufer weiter fährt, kommt man durch das Dorf Brod und ein Stück nach Dorfende an folgende Brücke:

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Hier habe ich die Fischerei am ersten Tag begonnen und ca. 20 kleine und mittlere Regenbogenforellen und Äschen (20-35 cm ) gefangen:

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Auch gelang es mir , eine Paraleptophlebia bei Schlüpfen zu beobachten und zu fotographieren…

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Ich habe dann am selben Abend noch drei offensichtlich sehr glaubwürdige Imitationen gebunden, denn am nächsten Tag habe ich gleich beim ersten Wurf eine 35 er Äsche gefangen!

1 km weiter flussab kommt man zum Camp Danica mit schöner Schotterbank und der Mündung der Bistrica, welche durch die Kleinstadt Bohinjska Bistrica fließt. In diesem Mündungstrichter habe ich jedes Mal so an die 20 Stk. 2-3 sömmriger Regenbogenforellen gefangen. Hat trotzdem Spaß gemacht mit der Trockenfliege – übrigens, ich habe fast alle Fische, trotz hohem, eiskalten Wasser mit der Trockenen gefangen!

Der tiefe Äschenzug beim Camp Danica:

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Der Mündungstrichter der Bistrica:

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Von der unteren Grenze ca. 200m aufwärts, am rechten Ufer gelang mir dann am 3. Tag der schönste Fang: Ein Äschenmilchner mit 43 cm:

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Hier noch ein Blick flussauf von der unteren Grenze, der Straßenbrücke vor Bohinjska Bistrica.

Ein toller Zug mit vielen, teils auch kapitalen Exemplaren. Hier geht eigentlich immer was…

 

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Fazit: Im Schnitt habe ich jeden Tag zwischen 20 und 30 Fischen gefangen.

Leider musste ich wegen eines Wettersturzes (Schneefall am Freitag morgen) einen Tag früher als geplant heimreisen.

Soweit ich herausgefunden habe, gibt es flussabwärts bis unterhalb Bled Lizenzen zu erwerben; jeweils über die örtliche Fischereivereine sowie deren Verkaufsstellen. Unterkunftsmöglichkeiten von einfacher Pension über Hotels und Ferienhäusern sind reichlich vorhanden.

Ich hatte ganz vergessen, wie schön die Sava Bohinjka ist. Gerne fahre ich wieder hin!

Liebe Grüße

Gottfried

 

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